Blog Hypnose, Schutz vor negativen Energien

„Sandra, wie schützt du dich eigentlich vor negativen Energien während einer Hypnosesitzung, wenn du Klienten hilfst, belastende Ereignisse oder gar Traumata aufzulösen?“

Diese Frage stellte mir eine Teilnehmerin in einem meiner Hypnosekurse. In jedem meiner bisherigen Kurse bekam ich diese Frage, die sehr berechtigt ist. Ich habe in der Vergangenheit immer wieder mal eine spürbar unangenehme Energiewelle „abbekommen“, wenn ich mit den Klienten mitten im Prozess war.

Negative Energien: gut oder schlecht?

Für mich war das stets ein gutes Zeichen, denn es zeigte mir jedes Mal, dass die Klienten am Loslassen waren. Aber ich wollte davon natürlich nichts auf- oder übernehmen!

Damals in der Heilpraktikerausbildung habe ich diverse Methoden kennengelernt, wie ich mich energetisch schützen könne. In den Anfängen meiner Praxis habe ich in den Hypnosesitzungen verschiedenste Techniken durchexerziert, um zu schauen, welche für mich am besten funktioniert.

Negative Energien loswerden: Visualisierungsmethoden

Mal habe ich mir visualisiert, dass ich in einer Art großem Wasserball sitze, in dem ich gut atmen, rausschauen und agieren kann, an dem aber von aussen alles abprallt. Ein anderes Mal war ich hinter einem ganz feinen Wasserfall oder in schützendes Licht getaucht.

Zwar hatte ich das Gefühl, dass es funktioniert, aber ich fand es mühsam, weil ich nicht immer zu Beginn der Sitzung schon dran dachte und es dann schnell währenddessen nachholte. Ist ja im Prinzip keine grosse Sache und geht schnell, aber wenn mal die Energiewelle des Klienten in gefühlter Lichtgeschwindigkeit aus kurzer Distanz auf dich zukommt, wird es schwierig mit „mal schnell machen“.

Nach ca. einem Jahr brauchte ich das nicht mehr zu machen. Ich schickte den Wasserball, den Wasserfall und die Lichthülle in die Rente. Ab da brauchte ich mich nicht mehr zu schützen. In der Zwischenzeit hatte ich selbst etliche Hypnosesitzungen als Klientin absolviert und meine wichtigsten Themen gelöst.

Damit wurde ich automatisch weniger angreifbar – in jeder Hinsicht. Ich konnte nun jegliche Energien, die von den Klienten ausgingen, einfach durch mich hindurch fließen lassen, ohne dass es mir das Geringste ausmachte. Negative Energien belasteten mich seither nicht mehr und ich „nehme auch keine mit nach Hause“.

Anmerkung: Nicht von jedem Klienten oder Thema geht eine negative Energie aus. Aber es passiert. Und oftmals sind am Ende einer Hypnosesitzung, wenn das Thema des Klienten transformiert ist, ganz viele positive und schöne Energien spürbar.

Wenn du selber keine tiefsitzenden Themen mehr hast, steigt deine Resilienz in jeder Hinsicht. So kann ein Hypnosetherapeut und Hypnosecoach seinen Klienten kompetent und empathisch helfen, ohne vor Mitgefühl zu zerfließen, ohne selbst getriggert zu werden und ohne „den Fall“ nach der Sitzung „mit nach Hause zu nehmen“ und in der negativen Energie des Klienten zu hängen.

So funktioniert Abgrenzung leicht und einfach.